Autopanne: Was jetzt zu tun ist
Sie passiert immer dann, wenn man am wenigsten damit rechnet: Die Autopanne. Plötzlich steht man auf der Straße oder Autobahn, das Auto will nicht mehr anspringen oder der Reifen ist platt. In solchen Situationen kann es schnell stressig werden. Aber keine Sorge – mit ein paar einfachen Schritten und der richtigen Vorbereitung lässt sich die Situation schnell wieder in den Griff bekommen. Hier sind einige wichtige Tipps und Maßnahmen, die Sie bei einer Autopanne beachten sollten.
Was sind die häufigsten Ursachen für Autopannen?
leere oder schwache Batterien
Störungen des Motors bzw. Motormanagement
Probleme mit Starter, Beleuchtung oder Verkabelung
defekte Kraftstoffpumpe
Kühlmittelverlust
Das richtige Verhalten bei einer Autopanne
Warnblinkanlage einschalten
Sobald Sie die Panne bemerken, ist die Warnblinkanlage einzuschalten, um den nachkommenden Verkehr auf Sie aufmerksam zu machen.
Sicher anhalten
Versuchen Sie, den nächstgelegenen Parkplatz oder eine Haltebucht zu erreichen. Auf der Autobahn ist der Pannenstreifen anzusteuern. Wichtig: Auf dem Pannenstreifen darf nur angehalten werden, wenn ein technisches Problem oder ein Notfall vorliegt! Richten Sie beim Anhalten außerdem die Räder nach rechts aus, damit das Fahrzeug bei einem möglichen Auffahrunfall nicht auf die Straße geschleudert wird.
Standlicht einschalten
Schalten Sie, je nach Lichtverhältnisse, das Standlicht Ihres Fahrzeugs ein und stellen Sie anschließend den Motor ab.
Warnweste anziehen
Das Tragen einer Warnweste ist bei einer Panne Pflicht. Im Idealfall tragen auch Ihre Mitreisenden eine Warnweste, sofern vorhanden.
Warndreieck aufstellen
Platzieren Sie das Warndreieck auf der rechten Seite des Fahrbahnrands in einer Entfernung von ca. 200 Metern zum Fahrzeug.
Warteplatz suchen
Achten Sie darauf, dass die Insass*innen (und mitfahrende Tiere wie ein Hund) des Fahrzeugs auf keinen Fall auf der Fahrbahnseite aussteigen. Generell gilt: Um schwerwiegende Unfälle zu vermeiden, darf die Fahrbahn niemals betreten werden. Begeben Sie sich an einen sicheren Ort, auf der Autobahn z. B. hinter die Leitplanke.
Hilfe holen
Rufen Sie mit Ihrem Mobiltelefon oder über die Notrufsäule einen Pannendienst an. Wichtig: Sollte Ihr Fahrzeug den Verkehr gefährden, ist unbedingt die Polizei unter 133 zu kontaktieren.
Was ist bei einer Panne im Tunnel zu beachten?
Bei einer Panne im Tunnel ist es besonders wichtig, Ruhe zu bewahren, da dies eine besondere Gefahrensituation darstellt. Verhalten Sie sich hier wie bei einer regulären Autopanne: Fahren Sie (wenn möglich) in die nächste Pannenbucht, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie den Motor ab. Achtung: Fenster unbedingt geschlossen halten, um Abgase fernzuhalten!
Benutzen Sie dann anstelle Ihres Mobiltelefons die Notrufsäule im Tunnel, um Hilfe anzufordern, da so Ihr genauer Standort leichter ermittelt werden kann. Vermeiden Sie es unter allen Umständen, auf der befahrenen Seite des Tunnels zu gehen und halten Sie sich immer am äußersten, nicht befahrenen Rand auf. Auch hier gilt wieder: Warndreieck und Warnweste nicht vergessen! Befolgen Sie die offiziellen Anweisungen, bevor Sie den Tunnel über einen der Notausgänge verlassen.
Wie Sie Autopannen vorbeugen können
Regelmäßige Wartung
Eine ausführliche Kontrolle ist das A und O für die Langlebigkeit und Sicherheit Ihres Fahrzeugs. Halten Sie die vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervalle ein und lassen Sie Ihr Auto regelmäßig von Fachleuten überprüfen. Dazu gehören der Ölwechsel, der Austausch von Luft- und Kraftstofffiltern, die Überprüfung der Batterie sowie die Kontrolle von Bremsen (z. B. Entlüften der Bremsen), Licht und anderen wichtigen Systemen.
Reifenpflege
Die Reifen sind die entscheidende Verbindungsstelle zwischen Ihrem Fahrzeug und der Straße. Überprüfen Sie daher regelmäßig den Reifendruck und das Reifenprofil. Ein zu niedriger Reifendruck oder abgefahrene Reifen können nicht nur zu einem Reifenplatzer führen, sondern auch die Fahrsicherheit maßgeblich beeinträchtigen.
Kontrolle der Flüssigkeitsstände
Der reibungslose Betrieb Ihres Fahrzeugs hängt von verschiedenen Flüssigkeiten ab, darunter Motoröl oder Scheibenwischwasser. Kontrollieren Sie regelmäßig den jeweiligen Füllstand und füllen Sie bei Bedarf nach. Achten Sie dabei auch auf Lecks.
Ruhiges Fahrverhalten
Vermeiden Sie übermäßiges Beschleunigen und starkes Bremsen, da dies den Verschleiß Ihres Fahrzeugs erhöhen kann. Fahren Sie vorausschauend und vermeiden Sie unnötige Belastungen für Ihr Fahrzeug.
Autopannen souverän meistern
Auf eine Fahrzeugpanne können sicherlich alle Autofahrer*innen verzichten – doch mit den richtigen Maßnahmen kann diese Situation mühelos gemeistert werden. Entscheidend ist, Ihr Fahrzeug rasch abzusichern, sich selbst und Ihre Mitreisenden in Sicherheit zu bringen und den Pannendienst zu verständigen. Vernachlässigen Sie auch nicht die regelmäßige Wartung, damit Sie stets sicher unterwegs sind und Ihr Fahrzeug weniger anfällig für eine lästige Panne ist. Mit diesen Tipps sind Sie nun bestens gerüstet, um selbst unerwartete Situationen sicher zu bewältigen und schnell wieder auf den Weg zu kommen.
Häufig gestellte Fragen zu Autopannen
Bewahren Sie Ruhe und sichern Sie das Fahrzeug so schnell wie möglich ab. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und halten Sie das Fahrzeug an einem sicheren Ort an (z. B. auf dem Pannenstreifen). Ziehen Sie die Warnweste an und bringen Sie anschließend alle Insass*innen in Sicherheit. Stellen Sie dann das Warndreieck in ausreichendem Abstand auf. Erst danach organisieren Sie Hilfe.
Ihren Versicherungspannendienst oder Ihren Club-Dienst (z. B. ARBÖ oder ÖAMTC). Bei Gefahr rufen Sie außerdem die Polizei unter 133, bei Verletzten zusätzlich den Notruf 144.
Leere oder schwache Batterien. Weitere häufige Gründe sind Motorprobleme, Reifenpannen oder Defekte an der Fahrzeugelektrik.
- Fahrzeug möglichst in die nächste Pannenbucht fahren und Warnblinkanlage einschalten.
- Motor abstellen und Fenster geschlossen halten.
- Warnweste anziehen und Warndreieck aufstellen.
- Notrufsäule nutzen, um Hilfe anzufordern – so kann Ihr Standort genau bestimmt werden.
- Auf keinen Fall die Fahrbahn betreten – bleiben Sie am äußeren, nicht befahrenen Rand
- Offizielle Anweisungen befolgen, bevor Sie den Tunnel über Notausgänge verlassen.
Ohne Schutzbrief müssen Sie die Kosten für Pannenhilfe oder Abschleppdienst in der Regel selbst tragen.
Die Polizei ist bei einer Autopanne immer dann zu verständigen, wenn:
- Ihr Fahrzeug eine unmittelbare Gefahr für den Verkehr darstellt,
- Sie in einen Unfall verwickelt sind oder erhöhte Unfallgefahr besteht,
- Gefahrgut involviert ist oder besondere Sicherheitsrisiken bestehen.
- präzise Standortbeschreibung (Ortschaft, Straße, Hausnummer, Fahrtrichtung, Kilometerstein auf Autobahn, markante Punkte – je genauer, desto besser)
- Art der Panne oder technische Probleme am Fahrzeug
- Fahrzeugtyp, Marke, Farbe und Kennzeichen
- persönliche Daten (Name, Telefonnummer für Rückfragen)
- Anzahl der Personen im Fahrzeug
- besondere Umstände (z. B. ob das Fahrzeug den Verkehr behindert oder auf einer gefährlichen Stelle steht)