Nebelschlussleuchten & Nebelscheinwerfer – Unterschiede & Verwendung
Nebelschlussleuchten und Nebelscheinwerfer sind essenzielle Komponenten eines Fahrzeugs, die speziell für schlechte Sichtverhältnisse entwickelt wurden. Im Herbst und Winter, wenn Nebel häufiger auftritt, sind sie besonders wichtig für die Sicherheit auf den Straßen.
Doch worin liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Lichtsystemen und wann sollten sie verwendet werden? In diesem Artikel erklären wir die Unterschiede und geben Ihnen wertvolle Tipps zur richtigen Verwendung – damit Sie stets bestens auf schwierige Sichtverhältnisse vorbereitet sind.
Nebelschlussleuchte vs. Nebelscheinwerfer: Der direkte Vergleich
| Feature | Nebelscheinwerfer | Nebelschlussleuchte |
|---|---|---|
| Position | Fahrzeugfront (unter den regulären Frontscheinwerfern) | Fahrzeugheck |
| Farbe | Weiß oder Hellgelb | Grelles Rot |
| Zweck | Bessere Sicht nach vorne | Bessere Sichtbarkeit nach hinten |
| Bedingung (AT) | Sichtbehinderung (Nebel, Regen, Schneefall) | Sichtweite unter 50 Meter |
| Pflicht | Nein (Zusatzausstattung) | Ja (gesetzlich vorgeschrieben) |
| Kontrollleuchte | Grün | Orange |
Was ist die Nebelschlussleuchte und wann darf man sie einschalten?
Die Nebelschlussleuchte ist ein sehr helles rotes Rücklicht am Heck des Fahrzeugs. Sie sorgt dafür, dass nachfolgende Fahrzeuge Ihr Fahrzeug bei extrem schlechter Sicht rechtzeitig erkennen. Gemäß der österreichischen Straßenverkehrsordnung (StVO) darf die Nebelschlussleuchte nur dann verwendet werden, wenn die Sichtweite durch Nebel unter 50 Meter liegt. Sobald die Sicht besser wird oder sich ein Fahrzeug von hinten nähert, muss sie wieder ausgeschaltet werden, da sie sonst stark blendet.
Achtung! Eine ungerechtfertigte Verwendung kann in Österreich zu einer Verwaltungsstrafe führen.
Was sind Nebelscheinwerfer und wann darf man sie verwenden?
Nebelscheinwerfer sind zusätzliche Frontscheinwerfer, die das Licht flach und breit über die Fahrbahn streuen. Dadurch wird die Eigenblendung im Nebel reduziert und die Straße direkt vor dem Fahrzeug besser ausgeleuchtet. Sie dürfen bei Sichtbehinderungen durch Nebel, starken Regen oder Schneefall eingesetzt werden – tagsüber, in der Dämmerung oder bei Nacht, mit oder ohne Abblendlicht.
Kurz: Nebelscheinwerfer sind ein Hilfsmittel, die Nebelschlussleuchte ist eine Notmaßnahme.
Tipp: So erkennen Sie die 50 Meter in der Praxis
Ein praktischer Orientierungspunkt in Österreich: Auf Autobahnen und Freilandstraßen stehen die Leitpflöcke in der Regel im Abstand von etwa 50 Metern. Im Falle, dass der nächste Leitpflock nicht mehr ersichtlich ist, ist es Zeit für die Nebelschlussleuchte.
Symbole für Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten
Nebelscheinwerfer
Das Symbol für die Nebelscheinwerfer ist ein grünes Lichtzeichen mit drei nach links gerichteten horizontalen Strichen, die durch eine gekrümmte Linie durchkreuzt werden.
Nebelschlussleuchten
Das Symbol für die Nebelschlussleuchten ist ein orangefarbenes Lichtzeichen mit drei nach rechts gerichteten horizontalen Strichen, die durch eine gekrümmte Linie durchkreuzt werden.
Wo befinden sich die Bedienelemente?
Die Bedienelemente für Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten befinden sich in der Regel am Armaturenbrett oder am Lichtschalter Ihres Fahrzeugs. In den meisten Autos werden sie durch Drehen oder Ziehen des Lichtschalters aktiviert. Es ist wichtig, sich mit den Bedienelementen vertraut zu machen, damit Sie in einer Notsituation schnell reagieren können.
Die wichtigsten Lichtarten am Auto
Abblendlicht
Standardlicht für die Nacht- und Dämmerungsfahrt. Es ist asymmetrisch und leuchtet die Fahrbahn vor dem Fahrzeug aus, ohne dass entgegenkommende Fahrzeuge geblendet werden.
Bei einspurigen Krafträdern ist während des Fahrens stets das Abblendlicht oder Tagfahrlicht zu verwenden (Quelle: ÖAMTC).
Fernlicht
Wird bei Dunkelheit auf unbeleuchteten Straßen eingesetzt. Es leuchtet weit und breit, muss aber bei Gegenverkehr und Näherkommen an ein Fahrzeug von hinten ausgeschaltet werden, um andere Fahrer*innen nicht zu blenden.
Tagfahrlicht
Automatisch eingeschaltet, wenn der Motor läuft. Es sorgt für bessere Sichtbarkeit des Fahrzeugs bei Tageslicht.
Nebelscheinwerfer
Zusätzliche Frontscheinwerfer, die bei schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel oder starkem Regen verwendet werden.
Nebelschlussleuchten
Helle rote Lichter am Heck des Fahrzeugs, die bei Nebel eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite unter 50 Metern liegt.
Parkleuchten
Kleine Lichter, die im Ortsgebiet verwendet werden, um für andere Verkehrsteilnehmer*innen während des Haltens oder Parkens erkennbar zu sein. Dementsprechend werden sie häufig bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei Nacht verwendet.
So nutzen Sie Nebelschlussleuchte und Nebelscheinwerfer korrekt
Nebelschlussleuchten und Nebelscheinwerfer sind unverzichtbare Sicherheitskomponenten Ihres Fahrzeugs. Nebelscheinwerfer verbessern die Sicht nach vorne bei Nebel, starkem Regen oder Schneefall und dürfen flexibel eingesetzt werden. Nebelschlussleuchten hingegen sind streng geregelt: In Österreich dürfen sie nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden, um andere Verkehrsteilnehmer*innen nicht zu blenden.
Wer die Symbole kennt, die Bedienelemente richtig nutzt und die gesetzlichen Vorgaben beachtet, fährt sicherer, entspannter und regelkonform durch alle Jahreszeiten. Mit der korrekten Anwendung dieser Leuchten erhöhen Sie nicht nur Ihre eigene Sicht, sondern auch die Sicherheit aller auf der Straße.
Häufig gestellte Fragen
FAQs zu Nebelscheinwerfer & Schlussleuchten
Ja, die Nebelschlussleuchte ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Sie darf aber nur bei Sichtweiten unter 50 Metern verwendet werden, um andere Verkehrsteilnehmer*innen zu warnen.
Nebelscheinwerfer verbessern die Sicht nach vorne bei Nebel, Regen oder Schneefall. Nebelschlussleuchten sind rote Rücklichter, die die Sichtbarkeit des Fahrzeugs nach hinten erhöhen und nur bei extrem schlechter Sicht eingesetzt werden dürfen.
Das Abblendlicht-Symbol ist ein grünes oder gelbes Lichtzeichen mit drei nach rechts gerichteten Strahlen, die leicht nach unten geneigt sind. Es zeigt an, dass das normale Fahrlicht aktiviert ist.
Nein, Nebelscheinwerfer sind in Österreich nicht verpflichtend. Sie gelten als optionale Zusatzausstattung und dürfen nur bei schlechter Sicht eingesetzt werden.
Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden, z. B. bei dichtem Nebel. Sobald die Sicht besser wird oder ein Fahrzeug von hinten kommt, muss sie wieder ausgeschaltet werden.